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Eisenbach im Hochschwarzwald

Der älteste Ortsteil der Gemeinde Eisenbach ist Schollach und wurde zuerst 1280 urkundlich erwähnt. Es handelt sich um eine Rodung des Klosters Friedenweiler, deren Mittelpunkt die 1473 genannte Kirche ist. Die beiden anderen Ortsteile, Bubenbach und Oberbränd, wurden von Bräunlingen her gegründet und von Glasmachern sowie Köhlern besiedelt. Eisenbach selbst taucht erstmals in einer Urkunde von 1523 auf. Damals verlieh Graf Friedrich von Fürstenberg an Philipp von Almshofen zu Immendingen ein Bergwerk in "senbach". 1550 waren in Eisenbach 50 Bergleute beschäftigt, die Stähle, Bleche, Mühleisen, Legeisen und Schienen herstellten. Doch nach 150 Jahren wurden die meisten Bergwerke geschlossen. das letzte legte man allerdings erst 1943 still.

 
Eisenbach erhält Prädikat "Luftkurort" 
Die Gemeinde Eisenbach hat vom Freiburger Regierungspräsidenten Dr. von Ungern-Sternberg das Prädikat „Luftkurort“ verliehen bekommen. „Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt es Tourismus in Schollach. In Schollach stand der erste Skilift der Welt, der vom Land- und Gastwirt Robert Winterhalter erfunden und im Winter 1908 offiziell in Betrieb genommen wurde. Der 280 m lange Skilift wurde durch eine Wassermühle angetrieben.“ Jetzt verfügt ganz Eisenbach über das Prädikat „Luftkurort“. Der Tourismus ist neben der häufig aus dem Uhrmacherhandwerk hervorgegangenen metallverarbeitenden und feinmechanischen Industrie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Eisenbach. Die Einbeziehung auch des Ortsteils Schollach ist eine Bestätigung für die intensiven und erfolgreichen Bemühungen der Gemeinde um ein nachhaltiges und attraktives Angebot für Gäste und Besucher“.  

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Der Name rührt von dem Brauneisengestein her, das hier abgebaut und verarbeitet wurde. Um den Bergbau effektiv zu betreiben, wurden Bergleute aus Kärnten und Tirol angesiedelt. Da die Verhüttung des Erzes unmengen an Holzkohle verschlang, wurden die Wälder beiderseits des Eisenbachtals stark in Mitleidenschaft gezogen. 1550 waren in Eisenbach 50 Bergleute beschäftigt, die Stähle, Bleche, Mühleisen, Legeisen und Schienen herstellten. Doch nach 150 Jahren wurden die meisten Bergwerke geschlossen. das letzte legte man allerdings erst 1943 still.

 

Winterliches Eisenbach

Nach dem Verschwinden des Bergbaues verlegten sich die Eisenbacher auf die Uhrenproduktion. Während diese in der Anfangszeit nur als bäuerliche Nebenbeschäftigung betrieben wurde, führte sie der legendäre Simon Dilger, der als der Vater der Schwarzwälder Uhrenherstellung gilt, zur industriellen Professionalität. 1808 kamen in Eisenbach auf sieben männliche Einwohner vier Uhrmacher.

 

Auch die Eisenbacher Uhrenhändler müssen erwähnt werden. 1845 waren sie beispielsweise in Frankreich, Spanien, England, Russland und Indien aktiv. Als nach 1850 massenhaft gefertigte amerikanische Uhren den europäischen Markt überschwemmten, gingen auch die Uhrmacher von Eisenbach zur Massenproduktion über. Dem industriellen Strukturwandel des 19. und 20. Jahrhunderts stellten sie sich mit Erfolg. Heute ist die Eisenbacher Industrie dazu übergegangen, den feinmechanischen Bereich aller Industriezweige zu beliefern. Als ein weiterer Gewerbezweig hat sich in den letzten Jahrzehnten der Fremdenverkehr herausgebildet, der im Luftkurort Eisenbach eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

 

Winterliches Eisenbach

Steinpfad Bettlerwinkel - Gräberfeld

 

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